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Intrapreneurship: Startup-Mentalität für etablierte Unternehmen

Viele Jahre lang boomten Start-Ups. Vor allem junge Menschen der Generation Y träumten von einer selbständigen Existenz. Sie gründeten mit innovativen Ideen ihre Unternehmen und versuchten, am Markt erfolgreich zu sein. Doch über 90 Prozent aller Unternehmensgründungen scheiterten.

Inzwischen lässt sich ein neuer Trend beobachten. Immer mehr Angestellte versuchen, ihre Ideen und ihre Kreativität im Unternehmen selbst durchzusetzen. Dabei arbeiten sie sehr selbständig, entfalten unternehmerisches Denken innerhalb der bestehenden Strukturen. Für diese Gruppe von Mitarbeitern wurde der Begriff „Intrapreneur“ geprägt. Unternehmen sollten diese Entwicklung fördern, denn sie können in großem Maße profitieren.

Intrapreneur – der Unternehmer im Unternehmen

Die Arbeitskultur in deutschen Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Die heutige Generation Y, geboren in den 1990 und aufgewachsen in einer Zeit, in der das Internet die Gesellschaft und die Wirtschaft zu dominieren begann, stellt neue Anforderungen an ihre beruflichen Tätigkeit. Diese Arbeitnehmer sind gut ausgebildet, technologieaffin und sehr kommunikativ. Sie möchten ohne strenge Anweisungen von Vorgesetzten kreativ tätig sein, sie lieben ihre Unabhängigkeit und Freiheit und suchen in ihrem Angestelltenverhältnis gleichzeitig Aufgaben, deren Erfüllung sie zufrieden macht. So streben sie nach Selbstverwirklichung und profitieren von den finanziellen und strukturellen Möglichkeiten, die ihnen die Firma bietet. Dabei arbeiten sie gern in flachen Hierarchien oder kleinen selbstverantwortlichen Teams.

Intrapreneure stellen ihren Fleiß und ihre Arbeitsleistung ganz in den Dienst ihres Unternehmens, auch wenn dafür Überstunden erforderlich sind. Mit den Projekten, die sie initiieren oder leiten, stoßen sie oft neue Entwicklungen im Unternehmen an, erschließen neue Geschäftsfelder und generieren Umsätze. So erreichen sie eine hohe Wertschöpfung im digitalen Zeitalter. Das gesteckte Budget haben sie stets im Blick. Oft können diese Mitarbeiter Kollegen besonders gut motivieren und anleiten. Sie identifizieren sich in hohem Maße mit den Zielen ihres Unternehmens. In ihren Abteilungen oder Teams treffen sie unternehmerische Entscheidungen, die über das übliche Maß als Arbeitnehmer hinausgehen.

Arbeitgeber profitieren vom Intrapreneurship

Viele Betriebe fördern die Unternehmer im eigenen Unternehmen. Sie profitieren vom Einsatzwillen dieser Mitarbeiter, ihrer Kreativität und ihrer Führungsstärke. Oft werden so Probleme unkonventionell und originell gelöst. Mit ihrer hohen Mitarbeitermotivation reißen Intrapreneure oft Kollegen mit, es entsteht eine kreative Atmosphäre und eine neue Organisationskultur. Bei ihrer Tätigkeit bauen die internetaffinen Mitglieder der jungen Generation interne und externe Verbindungen zu Experten auf, schaffen so eine smarte Organisation. Unternehmerisch denkende Mitarbeiter erhöhen den Umsatz und sparen Kosten. Entscheidend sind aber ihre innovativen Ideen und deren kreative Umsetzung. So sind Intrapreneuere ideale Mitstreiter, wenn es um die Umsetzung neuer Managementmethoden geht.

Neue Strukturen im Management erforderlich

Das Management in den Unternehmen muss sich auf die veränderten Bedingungen einstellen. Es gilt, die bewährten Strategien der Steuerung und Leitung der betrieblichen Prozesse zu überarbeiten. Nur mit Methoden des Managements 3.0, geprägt durch Agilität und Flexibilität, können die Fähigkeiten der Intrapreneure im Interesse des Unternehmens genutzt werden. So kann man den Betrieb erfolgreich in die Zukunft führen. Agil werden bedeutet, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Unternehmensstrukturen und –strategien schnell an sich ständig ändernde Rahmenbedingen im umkämpften Wettbewerb anpassen lassen. Ziel muss es sein, die Veränderungsdynamik zu steigern.

Intrapreneurship hat Zukunft

Die Intrapreneure stoßen aber nicht überall auf Verständnis. In vielen Unternehmen gibt es Vorbehalte. Man fürchtet vor allem eine übermäßige Arbeitsbelastung bei den Mitarbeitern, die bis zum Burn Out führen kann. Die Erwartungen an Kreativität und Eigenverantwortung der Mitarbeiter sind hoch, nicht jeder ist dem Druck gewachsen. Doch die Zukunft wird den Unternehmen gehören, die die Intrapreneure ermuntern und fördern.

Inzwischen hat sich ein weltweites Netzwerk entwickelt, die „League of Intrapreneurs“, welches diese Bewegung unterstützt. Unternehmenskultur und die Strategien des Managements müssen entsprechend ausgerichtet werden. Motivation der Intrapreneure ist nicht das Hochklettern der Karriereleiter, sie suchen nach Selbstbestätigung und Befriedigung, in dem sie Neues schaffen. Dabei schätzen sie die finanzielle Sicherheit des Angestelltenverhältnisses und die Rahmenbedingungen des Unternehmens. Wenn solche Ziele unterstützt werden, können Unternehmen davon erheblich profitieren. Denn jedes Unternehmen kann attraktiver und zukunftsfähiger werden.

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